Praktische Philosophie am Krankenbett
10. Juli 2010 von Thomas Bebiolka
Unser tägliches Nachdenken gib uns heute…
Gönnen Sie sich eine kleine Atempause. Werden Sie ruhig…denken Sie nach. Was ist Glück für Sie? JETZT, in diesem Moment.
Fühlen Sie sich mit anderen verbunden?
Ich habe gerade einen mir verwandten Menschen beim Sterben begleitet. Der letzte Atemzug war friedlich, das Gesicht entspannt schön, obwohl das Leben nicht nur Freude war. Bei aller Traurigkeit empfand ich ein Glücksgefühl, weil der Moment eine Stimmigkeit hatte. Alle Dinge waren in Ordnung, alles war an seinem Platz. Lebenskunst!
Die Achtsamkeit einer solchen Aufgabe liegt darin, dafür zu sorgen, dass alles, was wesentlich und notwendig ist, zum richtigen Zeitpunkt geschieht. Das ist nicht immer leicht, da Organisationen wie Systeme mittlerweile Eigenrythmen entwickelt haben, die manchmal so wirken, als wäre die eigentliche Aufgabe aus dem Blickfeld geraten. Zu viel Komplexität. Was also muss man wirklich wissen und können? An dieser Frage entzünden sich dann Menschenbilder und Emotionen. ( Denken Sie daran, wenn Sie Ihren Patientenanwalt bestimmen und eine Patientenverfügung machen.)
Die Herausforderungen des Lebens bleiben eine lebenslange Herausforderung. Das gilt als sicher.
…Vielleicht ist es so, dass wir dann zu unserer wahren Arbeit gelangt sind, wenn wir nicht mehr wissen, was wir tun sollen, und dass wir dann unsere wirkliche Reise angetreten haben, wenn wir nicht mehr wissen, wohin wir gehen sollen. Wendell Berry
Praktische Philosophie ist Liebe zum Leben bis zum Schluss: Nützlich!